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Konzeption zur Entwicklung und Implementierung von inklusivem Fechtsport in Berlin

Inklusiven Fechtsport in Form des paralympischen Rollstuhlfechtens gibt es seit den 1950er Jahren. In Berlin können körperbehinderte Sportler*innen seit etwa 10 Jahren Rollstuhlfechten beim OSC Berlin und beim Fechtzentrum Berlin e.V. inklusiv ausüben. Neue Technologien und sportmedizinische Erkenntnisse ermöglichen inklusives Fechten heutzutage aber auch für blinde, sehbehinderte, lernbehinderte und hörbehinderte Menschen sowie Reha-sportliche Angebote mit Fechten.

Mit dem Aktion Mensch Projekt sollen das Spektrum des inklusiven Fechtens analysiert und die Voraussetzungen für inklusives Fechten in den 15 Berliner Fechtvereinen geprüft werden. Zu klärende Fragen sind dabei:
► Welches technische Equipment ist nötig, um die verschiedenen inklusiven Fechtsportarten ausüben zu können?
► Wie barrierefrei muss meine Sportstätte für welche Zielgruppe sein?
► Welche sportmedizinischen oder sportpädagogischen Grundlagen muss ich haben, um inklusives Fechten anbieten zu können?
► Wo finde ich meine Zielgruppe, wie ist sie strukturiert und wie spreche ich sie am besten an?
► Wie muss ich inklusives Fechten gestalten, damit es tatsächlich inklusiv ist?
► Was kostet inklusives Fechten und welche Refinanzierungs- und Fördermöglichkeiten ergeben sich für die Vereine oder den Berliner Fechterbund?

Zwei Fachworkshops sowie viele Expertengespräche zu sportmedizinischen und sportpädagogischen Fragen und zu breiten- und leistungssportlichen Strukturen des inklusiven Fechtens sollen diese und viele weitere Fragen klären, fachlich untersetzen, Best Practices aufdecken, Partner binden und Bewusstseinsbildung betreiben. Im Ergebnis soll ein Konzept entstehen, dass erstmals alle Aspekte von inklusivem Fechten gesamtheitlich durchleuchtet und mögliche Partner benennt.

Hieraus will der Berliner Fechterbund e.V. Strategien für die Implementierung von inklusivem Fechtsport in der Hauptstadt ableiten, um die zumeist geringen Verbandsmittel zielgerichtet und nachhaltig einsetzen zu können.

Die Berliner Fechtvereine sollen Handlungsempfehlungen erhalten, die ihnen bei der Entwicklung von inklusiven Fechtsportangeboten helfen. Letztlich soll so die inklusive Berliner Fechtlandschaft insgesamt bereichert werden und faszinierender Fechtsport künftig passgenau für Menschen mit und ohne Behinderung in den Berliner Fechtvereinen ermöglicht werden.

Aufruf zur aktiven Mitwirkung

Im März 2021 unterzeichneten die Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin, der Landessportbund Berlin, der Berliner Behinderten und Rehabilitationssportverband e.V., der Special Olympics Deutschland in Berlin/Brandenburg e.V., der Deutscher Fechter-Bund e.V. und der Berliner Fechterbund e.V. eine Deklaration zur Entwicklung von inklusiven Fechtsportangeboten in Berlin. Die Unterzeichnenden erklären die Entwicklung inklusiver Sportangebote in Berlin und insbesondere die Umsetzung des Konzepts „Fechten Inklusiv“, im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv zu unterstützen.

Der Berliner Fechterbund e.V. ruft alle Mitgliedsvereine dazu auf, ebenfalls aktiv mitzuwirken und damit neue Impulse für die inklusive Sportlandschaft in Berlin zu setzen. Das Projekt ermöglicht den Erfahrungsaustausch, bahnt Kooperationen an und baut ein Netzwerk für inklusiven Fechtsport auf, um die Zusammenarbeit dauerhaft zu verstetigen.

Medien zum Projekt

Konzeption

Projektflyer

Flyer Leichte Sprache

Handreichung

 

Aufzeichnung der Präsentation der Projektergebnisse vom 26. März 2021

 


Kontakt: Berliner Fechterbund e.V.
Herr Karsten Häschel (Beauftragter für Gleichstellung und Inklusion, Projektleiter)
Mail

Das Projekt wurde mit 47.500 € von der Aktion Mensch gefördert.
Förderprogramm: Inklusion einfach machen
Projektlaufzeit: 01.08.2019 bis 30.04.2021


Das Projekt wurde mit 2.500 € von der Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin unterstützt.

 

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