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Sport führt Menschen zusammen, unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer oder kultureller Herkunft, mit oder ohne Behinderung.
Sport bietet die Plattform für Integration, Vielfalt und Teilhabe, wenn sie aktiv gestaltet wird.

 

Seit mehreren Jahren engagiert sich der Berliner Fechterbund e.V. (BFB) als Landesfachverband für inklusives Fechten. Der Fokus lag zunächst auf dem paralympischen Rollstuhlfechten, das aktuell in zwei Berliner Fechtvereinen trainiert werden kann (OSC Berlin und Fechtzentrum Berlin). Sportler und Sportangebote wurden unterstützt, öffentliche Präsentationen und Veranstaltungen sowie die Einbindung in die Öffentlichkeitsarbeit des BFB trugen zur verbesserten Wahrnehmung des Rollstuhlfechtens bei.

Gemeinsam mit Partnern wie der Aktion Mensch, der Sportmetropole Berlin, dem Landessportbund Berlin, dem Behinderten- und Rehabilitations-Spotverband Berlin oder dem Förderverein ProFencing e.V. wurde und wird konzeptionell am Ausbau des inklusiven Fechtens in Berlin gearbeitet und werden interessante Projekte realisiert.

2018 modifizierte der BFB als erster deutscher Landesfachverband im Fechtsport seine Satzung und richtete die Präsidiumsposition eines ehrenamtlichen Beauftragten für Gleichstellung und Inklusion ein, um Inklusion im Berliner Fechtsport zu fördern und dazu vereinsübergreifend Aktivitäten zu initiieren und zu koordinieren. Das Ressort Inklusion, bisher unter Federführung von Dirk Röder im BFB-Vorstand gemeinschaftlich entwickelt, erfuhr nun durch Karsten Häschel eine signifikante fachlich-inhaltliche Stärkung.

Im Rahmen der Inklusionswoche Berlin 2018 (IWO) richtete der Berliner Fechterbund erstmals ein offenes inklusives Rollstuhlfechtturnier in Berlin aus. Bereits seit 2016 bewirbt sich der Berliner Fechterbund als Ausrichter für einen Weltcup oder eine internationale Meisterschaft im Rollstuhlfechten in Berlin, mit konkreten Aussichten auf eine Rollstuhlfecht-EM 2024.

Ende 2018 wurde der Föderantrag „Fechten Inklusiv - Konzeption zur Entwicklung und Implementierung von inklusivem Fechtsport in Berlin" bei der Aktion Mensch auf den Weg gebracht und 2019 mit 50.000 € bewilligt. Widerum zum ersten Mal, untersucht damit ein Landesfachverband Fechten inklusive (Fecht-)Sportmögllichkeiten ganzheitlich. Fechten für blinde, sehbehinderte, lernbehinderte, hörbehinderte oder geistig behinderte Menschen; Fechten im Rehasport; Voraussetzungen für inklusive Fechtsportangebote in der Berliner Fechtlandschaft; Fördermöglichkeiten, sind nur einige der inhaltlichen Themen des BFB-Projekts "Fechten inklusiv" 2019-20.
Weitere Projekte zur Implementierung inklusiver Sportangebote in Berliner Fechtvereinen werden derzeit vorbereitet.

Der Berliner Fechterbund e.V. setzt sich für inklusive Sichtweisen und Sportangebote für alle Menschen ein. Integration durch Sport, Teilhabe und Vielfalt wird gelebt und weiter entwickelt, Mitgliedsvereine werden bei der Entwicklung von inklusiven Sportangeboten unterstützt. Integrative Projekte wie die European Maccabi Games 2015 oder Maßnahmen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise werden aktiv begleitet.

 


Auszug aus der BFB-Satzung 2018

Für die Mitglieder des BFB ist der offene Umgang und Austausch mit allen am Fechtsport Interessierten oder diesen Ausübenden – gleich welchen Geschlechts, Alters, gleich welcher Konfession, kultureller oder religiöser Prägung oder sexueller Orientierung – selbstverständlich. Der BFB vertritt den Grundsatz parteipolitischer, religiöser, weltanschaulicher und ethnischer Toleranz und Neutralität. Unabhängig davon tritt der BFB jeder Form von Rassismus, Intoleranz und Homophobie ebenso wie jeglicher Form von körperlicher, seelischer und / oder sexualisierter Gewalt, entgegen.